Freitag, 27. Juli 2012

Abschied und die Abreise

Viel zuschnell ging die Sonne schon langsam über uns unter. Schweigend liefen wir nocheinmal gemeinsam um die Insel. Ein letztes mal standen wir engumschlungen am Strand und schauten zu wie die Sonne hinter dem Meer verschwand. Basti brach das Schweigen: " Ich liebe dich überalles Lilly, bitte vergess das nie. Das wir die schlimmste Woche meines Lebens werden ohne dich!"
" Ich werde das nie vergessen Basti, dafür liebe ich dich viel zu sehr!", mehr brachte ich nicht über meine Lippen. Er nahm mich in seine Arme und streichelte wieder meine Rücken. Ich genoss es, aber irgendwann ist auch der schönste Tag vorbei. Langsam ging wir auf das Bett zu. Ich ließ mich regelrecht auf das Bett fallen, er tat es mir gleich und schon lag ich wieder in seinen starken Armen und schlief auch ein.

Gegen halb 7 weckte uns mein Handy, dass ich mir noch bevor ich eingeschlafen bin gestellt hatte, in genau einer Stunde würde mich ein Boot zurück auf das Festland bringen, damit ich dort in den Flieger zurück nach hause steigen konnte.
Basti murrte, er wollte einfach noch nicht aufstehn, er ließ mich los und drehte sich auf die andere Seite und schlief wieder weiter. Ich entschloss mich ihn weiter schlafen zu lassen. Müde und voller Traurigkeit ihn heute verlassen zu müssen stand ich auf und ging ins Bad. Dort duschte ich mich erstmal und föhnte dann meine Haare. Ich zog mir den schlapper Look an. Das heißt: Jogginhose und T-shirt. Ein letztes mal vor der Abreise bedrachtete ich mein Gesicht in dem Spiegel. Ich schminkte mich nur leicht,  weil ich wusste, dass ich heulen werde.
Als ich im Bad fertig war ging ich in die Küche und machte uns was zu Essen. Da ich gestern nicht viel gegessen hatte, hatte ich heute morgen um so mehr Hunger. Ich stellte uns Tee auf und deckte draußen den Tisch. Von weitem sah ich Basti auf mich zu kommen. " Na maus, du bist ja schon wach!" " Ja ich musste jawohl aufstehen, in einer Stunde kommt schon das Boot, dass mich zurück auf das Festland bringen wird!", sagte ich traurig. Das schien Basti zu merken, denn  er kam näher an mich ran. Ich schloss mein Augen automatisch, dann spührte ich seine warmen weichen Lippen die meine zärtlich striefen.
In meinen geschlossenen Augen sammelten sich die Tränen an, die endlich ausdrehten wollten. Ich löste mich von dem Kuss und richtete mein Blick hinaus auf das weiter Meer. Ich ließ meinen Tränen freien lauf. Basti strich behutsam mit seinem Daume die Tränen von meinen Wangen. " Psst Lilly alles wird gut. Ich liebe dich!" Dieser Satz brachte mich noch mehr zum weinen. Wie lang werde ich seine Nähe, sein Duft und seine Worte nicht wahrnehmen können? Wird er das Versprechen halten, dass er mir gegeben hat? Ich wusst eigendlich das ich ihm vertrauen konnte, er wusste meine Geschichte und wusste auch damit umzugehen, aber die Angst hollte mich einfach wieder ein. Ich hatte Angst, genau dort wieder zu sein wo ich schon einmal war, nämlich in dem schwarzen Loch wo man nur schwer wieder heraus kommt. " Ich liebe dich auch, sehr sogar. Es tut nur verdammt weh, dich hier alleine zurück zulassen. Du wirst  mir die eine Woche echt fehlen. Wie soll ich das nur ohne dich aushalten?" fragte ich ihn leise. " Lilly wir schaffen das schon, für mich wird es auch nicht einfach sein hier ohne dich zu sein. Mir tut es jetzt schon Weh dich gehen zulassen. Weil mein Herz sehnt sich jede freie Minute nach dir!" Was er mir sagte ging runter wie Öl. " Genug geweint, lass uns endlich Frühstücken ich hab Hunger!", sagte ich entschlossen um die Stimmung besser zu machen.
Das ließ sich Basti nicht zweimal sagen, er war der erste, der auf seinem Platz saß und schon das Brot und eine Scheibe Käse auf dem Teller hatte. Ich ließ mich gegenüber von ihm nieder und strich mir Nutella auf mein Brot. Wir aßen schweigend, keiner sagte ein Wort. Als wir fertig waren räumte ich den Tisch wieder ab und spühlte die Teller und die Tassen, damit Basti das  nicht mehr machen musste. Noch genau eine halbe Stunde hatten wir Zeit unsere Zweisamkeit ein letztes mal zugenießen.
Basti nahm mich an der Hand und führte mich ein letztes mal ans Meer. Dort blieb er stehen und schaut mich verliebt an. Seine Blicke sagten mehr als jedes Wort. " Ich liebe dich so sehr, Lilly!"
" Ich dich auch Basti!" Seine Gesicht kam meinem gefährlich nahe, seine Augen schlossen sich. Immer und immer weiter kams ein Gesicht auf  meins zu. Jetzt schloss auch ich die Augen, dann spührte ich seine weichen Lippen. Ich spührte Bastis Zunge auf meiner Unterlippe, ich ließ ihr einlass und schon spielten sie verliebt mit einander. Ein Hupen ließ uns auseinander fahren. Ich schaute mich um und musste mit Entsetzten feststellen, dass das Boot bereits schon da war. " Ich glaub wir sollten mein Koffer hollen!", sagte ich zu ihm. Er nickte, nahm meine Hand und brachte mich zurück zur Hütte, wo schon alles bereit stand für die Heimreise. " Lilly gib mir dein Koffer ich bring ihn dir zum Boot!", sagte er zu mir. Händchenhaltent ging wir zum Boot. Basti gab dem Mann der das Boot fuhr meinen Koffer, der ihn dann auf Deck verstaute.
Ich ließ mich in Bastis Arme fallen und ließ meinen Tränen freienlauf. " Jetzt heißt es wohl abschied nehmen für eine ganze Woche!", sagte ich traurig. " Nicht weinen Schatz, es ist doch nicht für immer. Wir sehen uns doch in einer Woche wieder und bis dahin, werden wir so oft es geht Telefonieren. Ich liebe dich!" "Ich dich auch Basti!" Ein letztes mal legte er seine verführerischen Lippen auf meine, dann ging ich rückwärts und mit tränen in den Augen auf das Boot.
Das Boot legte ab. Basti stand am Strand und warf mir ein Luftkuss zu.  Dann drehte er sich um und verließ den Strand.
Ich setzte mich nun alleine auf die Bank. Mein Blick richtete ich in die Ferne. Meine Gedanken waren vollkommen bei Basti. " Was macht er so ohne mich? Wird er mich vermissen?", all das ging mir durch den Kopf und nichts würde mir beantwortet werden.

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