Montag, 18. Juni 2012

Vertrau mir

Er schien alles um sich herrum zu vergessen. Als ich bei ihm war, wollte ich ihm eigendlich nur die Hand geben. Ich streckte ihm meine Hand entgegen. Liebevoll nahm er sie in seine Hand, dann zog er mich zu sich und umarmte mich. Wieder streichelte er  mir den Rücken auf und ab. Ich beendete die Umarmung und sagte: " Danke Basti, es war eine tolle Party!"
" Ich hab zu danken Lilly, schön das du da warst!" Er hielt immer noch meine Hand, er wollte sie einfach nicht los lassen. " D-Du Basti ich muss jetzt echt los!"
" Oh Entschuldigung Lilly, also dann Bye, man sieht sich!"
Mit Pia an meiner Seite verließ ich die Party von Basti.

Schweigend ging wir die Straßen entlang, bis wir vor Pias Haus standen, ich nahm sie freundschaftlich in die Arme, wortlos ließ ich sie los und ging nachhause. Ich wollte einfach alleine sein und über die Situation nachdenken. Vermudlich dachte Pia ich wäre sauer auf sie, aber ich wollte und konnte ihr das nicht anvertrauen, auch wenn sie meine beste Freundin war. Ich musste, dass alles erstmal alleine mit mir klären und meine Gefühle ordnen. Zuhause war schon alles dunkel, meine Eltern und meim Bruder waren schon im Bett. Leis schlich ich mich in mein Zimmer und ließ mich auf mein Bett fallen. Für  kurze Zeit schloss ich die Augen.
Mein Herz sehnte sich  nach den Berührungen von Basti, aber gleichzeitig kam auch die Angst wieder auf so verletzt zu werden wie damals. Ich hatte zwar alles so gut es ging, dank Pias Hilfe verarbeitet, aber sobald ein Junge mir näher kam oder mehr von mir wollte, kam die Angst und die Traurigkeit wieder hoch.
Mittlerweile war es schon 2 uhr Nachts, ich zog mir das Kleid aus und schlüpfte in mein T-shirt und in meine kurze Hose, putze mir noch die Zähne und ließ  mich dann wieder in mein Bett fallen.
Mein Augen schlossen sich und schon war ich im Land der Träume.

Um halb drei Mittags weckte mich die Sonne, die durch das Fenster schien. Der Tag war wunderschön, ich stand  mit guter Laune auf und zog mich an. Ich entschied mich für ein blause Top und ein kurzen Rock, dann schminkte ich mich leicht und band mir die Haare zu einem Zopf zusammen. 
Es wär verdächtig ruhig. Ich ging in die Küche und fand einen Zettel vor.

Hallo Lilly,
wenn du aufwachst sind wir vermudlich nicht mehr da.
Wir sind mal für zwei Stunden zu deiner Oma gefahren.
Mach dir einen schönen Tag, Essen steht im Kühlschrank für dich!

Wir lieben dich
Deine Family

Was konnte es besseres geben, als alleine zuhause zu sein. Hunger hatte ich allerdings keinen, stattdessen ging ich raus in die Sonne. Ich wollte Pia besuchen. Ich klingelte, ihre Mutter öffnete die Tür.
"Hallo Lilly!"
" Hallo Frau Sander, ist Pia zuhause?"
"Ja sie ist oben in ihrem Zimmer, aber sie ist nicht alleine!"
"Ok, ist ja nicht schlimm!"
Da ich wusste wo Pias Zimmer war ging ich an Frau Sander vorbei und die Stufen nach oben.  Ich vernahm Stimmen aus ihrem Zimmer. Langsam öffnete ich die Tür, mir stockte der Atem. Pia saß auf dem Bett und Basti auf einem Stuhl. Beide schauten mich mit großen Augen an.
" Hallo ihr zwei, ich wollte nicht stören!"
"Lilly, du störst nie!",brachte Pia hervor.
" Lilly setzt dich bitte, wir haben mit dir zu reden!", sagte Pia zu mir
" Über was habt ihr den zu reden?"
" Also ich hab nichts mit dir zu reden, aber Basti!"
" Pia würdest du uns mal alleine lassen!", fragte Basti sie.
Sie nickte kurz, dann  nahm sie mich in die Arme und flüssterte mir ins Ohr, hör ihm zu und entscheide dich für das richtige!" Mit diesen Worten schloss sie die Tür hinter sich.
Jetzt war ich alleine mit Basti in ihrem Zimmer.
"Lilly setzt dich Bitte!"
Langsam ging ich auf das Bett zu und ließ mich darauf nieder.  Mein Blick ruhte auf ihm.
" Lilly, ich weiß einfach nicht wie ich dir das erklären soll, aber ich vesuch es mal.  Zeit dem ersten Tag gingst du mir nicht mehr aus meinen Kopf, ich hab dich vermisst, nach dem wir uns getrennt hatten. Ich sehne mich nach deinen Berührungen,  nach deiner Wärme und nach deiner Art. Ich weiß du wolltest  nur Freundschaft, aber für mich ist es viel mehr. Lilly ich habe mich in dich verliebt, ich habe dir mein Herz geschenkt!"
Ich war sprachlos, ich schaute ihn mit großen Augen an. Eine Träne bahnt sich den Weg über meine Backe.
" Lilly sag doch was!", er kam auf mich zu und nahm mich in die Arme.
"Lilly bitte, was ist los, bitte erzähl es mir, vertrau mir?", ich hörte, dass er den Tränen ebenfalls  nahe war.  " Ich hab schon so viel Scheiße durch gemacht, nur wegen einem Jungen, denn ich so sehr geliebt hatte. Ich dachte damals ich habe die Liebe meines  Lebens gefunden, wir waren zwei Monate richtig glücklich, bis er mich mit meiner damals besten Freundin bedrogen hatte. Danach bin ich in ein schwarzen Loch gefallen, bis Pia kam und mich daraus gehollt hat. Danach habe ich mir geschworen nie mehr Gefühle zu zulassen, weil ich nie mehr verletzt werden wollte. Das ist meine Geschichte!", ich konnte die Tränen nicht zurück halten. Sie tropften auf sein T-shirt. Einge Minuten saßen wir schweigend neben einander. Er ließ mich einfach weinen, sagte nichts. Es tat mal wieder gut, alles raus zu lassen, was sich angestaut hatte. Nach einiger Zeit wischte er mir mit seinem Zeigerfinger liebevoll die Tränen weg, dann sagte er zu mir: " Psst, nicht mehr weinen, alles wird gut. Denkst du echt, dass ich genau so bin wie dieser Tim? Scherst du alle Jungs über einen Kamm?"
"Nein Basti, ich denke nicht, dass du so bist wie Tim. Bei dir ist es anders als bei Tim, bei dir fühl ich mich so gebrogen und sicher. Ich sehne mich auch nach dir. Aber weißt du im moment kommt mein Verstand vor meinem Herzen. Ich kann im moment noch keine Gefühle zulassen, aus Angst, lass mir Zeit oke!"
" Ich lass dir alle Zeit der Welt. Aber eins sollst du wissen: Lilly ich liebe dich!"
 Dieser Satz ließ mein Herz wieder höher als normal schlagen. Ich nahm ihn in meine Arme und flüstert ihm ins Ohr. " Danke!"
Die Tür wurde aufgerissen und vor uns stand eine Pia mit einem Lächeln auf dem Gesicht.
"So was machen wir jetzt noch schönes?"
" Was haltet ihr von einem Film?", schlug ich vor.
" Gute Idee, Lilly!"
"Und was wollen wir schauen?", fragte Pia in die Runde. " Ich wär ja für ein Horror-Film, aber ihr Mädchen wollt das bestimmt nicht!" " Von mir können wir auch ein Horror-Film schauen, mir macht das nichts aus und dir Lilly?"
" Von mir aus auch, wenn ich Angst hab versteck ich mich einfach bei Basti!"
Pia legte eine DVD ein und schon ging es los. Einige Stellen waren echt ecklig, andere wiederrum waren spannend. Bei einer Stelle zuckte ich zusammen, schnell versteckte ich mein Gesicht an Basti Brust, so dass ich nichts sah. Mir stieg sein Duft in meine Nase, ich spührte zwei starke Armen, die sich beschütztent um mich gelegt hatten.
Nach 2Stunden hatte es endlich ein Ende.
"Lilly du kannst wieder schauen, es ist vorbei!", sagte er zu mir. Doch ich wollte mich nicht mehr bewegen, es war so schön. Ich schüttelte mit dem Kopf.
Er musste lachen, dann spürte ich seinen warmen Atem an meinen Kopf. " Du bist so süß! Hast wohl Sehnsucht nach mir!"
" Das denkst auch nur du!", witzelte ich. Wahnsinn was Bastis Nähe ausmacht. Irgendwie war die Angste und die Panik bei ihm weg.
Sollte ich doch endlich meine Gefühle zulassen und zu Basti stehn? 

Kommentare:

  1. Jaaaa soll sie *__*
    Wieder super geschrieben Maus ;*
    Bitte schnell weiter ;)

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  2. Ich kann sie verstehen :/
    Aber sie soll Basti vertrauen :)
    Weiter so :)

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  3. sie soll ihm vertrauen und es zulassen :D
    bitte schnell weiter

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