Montag, 11. Juni 2012

Shoppen

Als endlich alles geklärt war, macht ich meine Hausaufgaben. Plötzlich fliehl mir ein, dass ich gar nichts zum anziehen hatte. Schließlich wollte ich doch gut aussehen. " Shit was ziehe ich den übermorgen nur an!", sagte ich laut vor mich hin. Sollte ich mir morgen noch ein schickes Kleid kaufen?

Ich fackelte nicht lange und nahm noch mal mein Handy in meine Hand und schrieb Pia noch mal eine Sms.

Süße, können wir morgen shoppen gehn?
Ich hab nichts mehr zum anziehen, ich würde so gern ein hüpsches Kleid anziehn.

Lieb dich <3 Lilly

Gespannt wartete ich auf die Anwort.

Kein Problem Süße, dann gehn wir  morgen gleich nach der Schule shoppen.
Du glaubst gar nicht wie ich mich darauf freue.

Lieb dich mehr <3 Pia

" Lilly schaust du mit uns Fehrnsehn?", rief mein Bruder nach oben.  Wie immer gab ich nach und ging nach unten und legte mich so lang wie ich war auf die Coach.  " Was ist das den?"  " Lilly das weiß ich nicht!", sagte mein Bruder zu mir. " Oh Kai, für was gibt es eine Fernsehzeitung, warte ich schau mal nach!" Ich schnapte mir die Zeitung und schaute nach. " Also das ist Date by night, also ein Liebesfilm!" Eigenldich würde ich jetzt viel lieber ein Aktionfilm schauen, aber was solls. Ich schaute es mir an. Plötzlich kamen mir wieder die Bilder von Tim meinem Ex-Freund hoch, ich musste wieder an die schöne Zeit denken. Ich sah alles wieder vor mir, wie wir gekuschelt, gelacht und geknutscht hatten. Tränen kullerten über meine Wangen, ich fing an zu schluchzen, dass hörte auch meine Mutter, die dann aufstand und auf mich zu kam und mich liebevoll in die Arme nahm. " Schatz, ist doch gut. Ist wohl alles ein bisschen zuviel für dich. Geh hoch in dein Bett und schlaf, morgen hast du wieder Schule!" Ich nickte stand dann auf und begab mich hoch in mein Zimmer, dort zog ich mir meine Schlafsachen, stellt mir mein Wecker und putze mir die Zähne. Kaum lag ich im Bett und wollte schlafen, dann kamen mir wieder die Bilder hoch. Und schon wieder kullerten mir die Tränen. Alles kam wieder hoch, jetzt wünschte ich mir, ich würde nicht mehr leben. Ich war wieder so verletzlich. Irgendwann schlief ich dann doch unter tränen ein.
Um 6 Uhr wurde ich wach, eigendlich hätte ich noch eine Stunde schlafen können, aber ich stand dann doch auf. Zog mich an und ging dann ganz leise in die Küche, dort bereitete ich schon mal das Frühstück für meine Familie vor, als endlich alles fertig war ging ich noch schnell ins Bad und machte mich dort fertig.
Kaum war ich wieder in er Küche kam auch schon meine Mutter die Treppe herunter. " Lilly du bist ja schon wach!" " Ja ich war heute morgen schon um 6 uhr wach und schlafen konnte ich auch nicht mehr, da dachte ich mir ich mach schon mal Frühstück!" " Oh danke, dass ist aber nett von dir!" " Du Mama es wird heute später werden, bis ich nachhause komme, weil ich mit Pia noch shoppen gehn möchte!" " Ok kein ding, hier hast du ein bisschen Geld kauf dir davon was schönes!" " Danke Mama, du bist die Beste!" Ich zog sie in eine lange Umarmung. Mitterweile waren auch schon Papa und Kai wach und kamen verschlafen in die Küche. Wir setzten uns alle an den Tisch und frühstückten. Was für eine Ruhe, mein Bruder gab heute kein einzigsten Ton von sich, was mich richtig wunderte, aber mir sollte es recht sein. Schnell zog ich mir meine Schuhe an nahm meine Tasche, dann ging ich noch schnell zu meinen Eltern gab ihnen einen Kuss und ging dann nach draußen, wo Pia bereits wie jeden morgen auf mich wartete.
" Morgen Lilly, wo gehn wir heute Mittag hin zum shoppen?"
" Morgen Pia, hmm ich weiß es noch nicht richtig, wo gibt es den schöne Kleider?"
" Das weiß ich auch nicht, naja lass uns erstmal die Schule rumbringen dann sehn wir weiter!" " Genau so seh ich das auch!"
Die Schule ging mal wieder sehr schnell rum. Zwei Stunden sind ausgefallen, was gut für uns war, denn so konnten wir schneller shoppen gehn.
" So wo gehts jetzt hin Lilly?"
" Pia wollen wir nicht nach Köln fahrn, wir haben jetzt zwei Stunden früher aus, da könnten wir das doch machen!"
" Ja los!"  Wir rannte zu dem Busbahnhof. " Pia weißt du wann der nächste Bus nach Köln fährt?" " Nö leider nicht, lass uns doch mal auf dem Plan schauen!", schlug sie vor.  Sie schaute auf den Plan, dann kam sie wieder zu mir. " Also er fährt von der 2 in 10 Minuten ab!" " Oke, dann lass uns hier ein bisschen chillen!" Wir setzten uns auf die Bank und redeten, wir waren so vertieft, dass wir gar nicht merkten, dass ein Junge auf uns zu kam. " Na ihr zwei Hübschen wo geht es denn heute hin?", fragte er uns.  " Häm. Oh Hallo Basti, musst du uns so erschrecken?" " Tut mir leid, dass wollte ich nicht!"  " Ist ja nicht schlimm. Lilly und ich wollen nach Köln shoppen gehn, brauchen noch Sachen für morgen!" " Soso ihr fahrt nach Köln, wegen mir müsst ihr euch nicht so schick machen, ihr seid hünsch genug!" Wir lachten. Pia unterhielt sich ausgiebig mit Basti, während ich stumm neben ihr saß.
"Lilly was ist los? Du hast doch auf Pias Geburstag auch mit mir geredet, jetzt sagst du  nichts mehr!"
" Basti  nichts ist los. Bin einfach nur ein bisschen müde hab die Nacht nicht so gut geschlafen!" " Asso!" " Ah da kommt euer Bus, was dagegen, wenn ich mit komme?" " Nein oder Lilly hast du was dagegen?" " Nö, kannst ruhig mit Basti!" So stiegen wir zu dritt in Bus. Pia suchte bereits einen 4 für uns. Pia saß gegenüber von mir und Basti neben mir. Seine Blick brannten richtig auf mir. Ich schaute währen der ganzen Fahrt aus dem Fenster. Pia unterhielt sich wieder mal wie immer mit Basti. Ich hollte mein MP 3 Player raus und hörte Musik, bis mir plötzlich jemand mein einen Höhrer klaute es war Basti. " Was hörst du den da?" " Hey das ist meiner. Haha. Nichts besonderes David Guetta und so!" " Ah sehr gute Musik!" So saßen wir bis nach Köln, er hörte mit mir Musik.
Kurz vor Köln machte ich die Musik aus und packte mein Player wieder weg. Dann gings los in die Menschenmassen in der Kölnerstadt.
" So Mädels, wo gehts als erstes hin?"
" Gute Frage, Lilly wo willst du jetzt hin?"
" Ich brauch dringend ein Kleid. Lasst uns doch mal da in das Geschäft gehn, die scheinen sehr schöner Kleider zu haben!"
Sie nickten. Verzweifelt suchte ich mal wieder nach was, dass mir gefällt. Pia hatte inzwischen schon vier Kleider angehabt, die alle voll schön zu ihr passten. Jetzt  kam Basti auf mich zu mit einem kurzen Blauen Kleid. " Hier Lilly, zieh das mal an, ich finde das würde dir voll gut stehn!", sagte er zu mir. Ich schaut in seinen brauen Augen, er flehte mich an. " Na gut, aber nur weil du es bist!", schmeichelte ich ihm. Er musste grinsen dann kam ein Danke über seine Lippen. Ich musste sagen, das Kleid stand mir echt gut. Zufrieden verließ ich die Umkleide und ging auf Basti zu. " Wow, dass steht dir voll gut. Bitt nehm das!" Er nahm meine Hand und drehte mich einmal um meine eigen Achse. Zärtlich legte er seine Hände auf meine Hüfte und schaute mir in die Augen. " Leute wie findet ihr das Kleid!" Pia brachte mich wieder in die Wirklichkeit zurück. Was für ein Glück beinah hätte ich mich in den Augen von Basti verloren. Langsam ließ er mich los und schaute zu Pia. " Pia das steht dir richtig gut!" " Lilly und deins steht dir auch sehr gut!" " Ja, das hab ich ja auch ausgesucht!", sagte Basti. " Lilly ich finde du sollst das Kleid  nehmen und ich  nehme das, was ich an hab!"  "So machen wir es!" Ich zog das Kleid wieder in der Umkleide aus und ging dann an die Kasse zum bezaheln, Pia war bereits mit Basti schon draußen.
Endlich hatte ich mein Kleid für morgen abend. " So und jetzt, vielleicht sollten wir noch ein Eis essen gehn, wenn wir schon in Köln sind!", schlug ich vor. " Oh ja!", stimmten Basti und Pia ein.
Weit war es nicht mehr. Ich bestellte mir einmal Schokolade und Himmbeere. Während ich auf die andern zwei wartete ging mir die Situation mit Basti nicht mehr aus dem Kopf, wie er mich angeschaut hat, wie er mich gedreht hat. Nein Lilly pass auf, du weißt was damals mit Tim los war. Du willst nie mehr in ein so großes Loch fallen nie mehr, ging es mir doch den Kopf. " Lilly an was denkst du gerade?", fragte mich Pia die jetzt ebenfalls neben mir saß. " Ach an nichts!", log ich. Nun saß auch Basti neben mir, ich also in der Mitte.
" Schönes Wetter heute oder?"; versuchte ich vom Thema abzulenken.
" Lilly lenk jetzt nicht ab, sag schon was ist los, dein Kopf ratert doch schon wieder!", sagte Pia zu mir. Was sollte ich ihr den jetzt erzählen, ich konnte ja schließlich schlecht sagen, dass mir gerade die Situation mit Basti von gerade eben durch den Kopf ging.
" Nichts echt!" Basti verfolgte unsere Unterhaltung leise, bis er schließlich doch einmal was sagte.
" Lilly jetzt bin ich auch neugierig, was ist los mit dir? Du träumst doch!"
" Ich träum gar nicht!" Langsam wurde ich wütend, die ständige fragerei von Pia ging mir so richtig auf die Nerven. Wie gern wäre ich jetzt aufgestanden und davon gelaufen, ich wollte einfach meine Ruhe haben.
"Lasst uns gehn, ich hab keine Lust mehr ich möchte nachhause!"
Plötzlich klingelt Pias Handy.
" W- Was, ich komm sofort!", mehr bekam ich nicht mit von dem Telefonat.
" Ihr zwei ich muss euch leider alleine lassen, meine Mutter liegt im Krankenhaus hier in Köln. Ihr Kreislauf hat versagt und sie ist zusammen geklapt!" " Oje!". Ich nahm sie fest in meine Arme.
" Alles wird wieder gut Pia, soll ich dich begleiten?", fragte ich sie. " Nein Lilly geh du nachhause und ruh dich aus, damit du morgen fit bist!" Ich nickte, dann ließ ich sie los und schaute ihr noch mal in die Augen, die sich langsam mit Tränen füllten. " Wenn du jemand zum reden brauchst Pia, wir sind für dich da!", sagte Basti zu ihr, auch er nahme sie noch  mal in die Arme. Über ihre Lippen kam ein leise, weinerliches Danke. Dann  machte sie sich auf den Weg.
Jetzt  war ich ganz alleine mit Basti.
" Lilly wollen wir jetzt gehn?" " Ja lass uns gehn!"
Zügig liefen wir wieder zum Bus, der bereits schon wartete. Diesesmal setzten wir uns in ein zweier.
Ich merkte wie ich langsam müde wurde. Meine Augen wurden schwer, ich spürte nur noch wie mein Kopf auf seine Schulter fiel, dann war ich weg.
Zärtlich strich mir jemand über die Wangen. " Lilly aufwachen, wir sind gleich da!"
Ich schlug langsam die Augen auf und blickte sofort in seine wunderschönen Augen. Er lächelte.
" Tut mir leid!" " Was tut dir leid? Das du eingeschlafen bist oder das du auf meiner Schulter geschlafen hast?" " Beides!", sagte ich zu ihm. " Das muss dir nicht leid tun, ich fands süß!"  " Komm Lilly lass uns austeigen!" Er reichte mir seine Hand und ich nahm sie dankend entgegen. Draußen angekommen ließ ich ihn sofort los. " Danke Basti, dass du uns begleitet hast, wir sehn uns morgen!", eigendlich wollte ich mich dann auf den Heimweg machen, aber da hatte ich die Rechnung ohne Basti gemacht. Er packte mich am Arm und zog mich zurück zu ihm, dann meinte er: " Hast du nicht was vergessen?" Verwirrt schaute ich ihn an. " Was hab ich den vergessen?" " Eine Umarmung!", erwiederte er. Schnell zog ich ihn in eine Umarmung, die länger als geplant dauerte. Ich konnte mich einfach nicht von ihm lösen, sein Duft, seine Wärme und seine Berührungen, ließen mich einfach nicht von ihm gehn.
" D-Du Basti ich muss los!", stoterte ich. Ich spührte wie er nickte, dann ließ er mich los und wich ein Stück von mir zurück. " Danke Lilly es war ein toller Tag mit dir, wir sehen uns morgen!" Dann trat er den Heimweg an.
Endlich Zuhause angekommen, ging ich in mein Zimmer und betrachtete das blaue, kurze Kleid, ich hing es auf ein Bügel, dann ließ ich mich erschöpft in mein Bett fallen. Meine Augen wurden wieder schwere und schon war ich im Land der Träume.

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